Viele Erwachsene erfahren erst spät, dass hinter jahrelangen Schwierigkeiten mit Konzentration, Organisation und innerer Unruhe eine ADHS stehen kann. Ich unterstütze Sie dabei, Klarheit zu gewinnen und passende Wege für Ihren Alltag zu finden.
Behandlungsschwerpunkt · Ettlingen & Online
ADHS im Erwachsenenalter
Einordnung
Mehr als Unaufmerksamkeit
ADHS beginnt in der Kindheit und bleibt bei vielen Menschen bis ins Erwachsenenalter bestehen. Schätzungen zufolge sind etwa zwei bis drei von hundert Erwachsenen betroffen. Häufig wurde die ADHS nie erkannt – besonders bei Frauen und bei Menschen, die ihre Schwierigkeiten lange mit viel Kraft ausgeglichen haben.
Oft kommen Erschöpfung, depressive Verstimmungen oder Ängste hinzu. Nicht selten sind sie der eigentliche Anlass, Hilfe zu suchen.
Mögliche Anzeichen
- Schwierigkeiten, die Aufmerksamkeit zu halten und Aufgaben abzuschließen
- Vergesslichkeit, Durcheinander bei Terminen und Unterlagen
- Aufschieben, obwohl Ihnen etwas wichtig ist
- Innere Unruhe, Ungeduld und impulsive Entscheidungen
- Starke Stimmungsschwankungen und schnelle Reizbarkeit
- Das Gefühl, für den Alltag mehr Kraft zu brauchen als andere
Gut zu wissen
ADHS hat nichts mit mangelnder Intelligenz oder fehlendem Willen zu tun. Viele Betroffene berichten auch von Stärken wie Kreativität, Begeisterungsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich tief in Themen zu vertiefen, die sie interessieren.
Eine Diagnose kann entlasten: Sie erklärt vieles, was bisher als persönliche Schwäche erlebt wurde.
Diagnostik und Behandlung
Schritt für Schritt zu mehr Klarheit
Am Anfang steht eine sorgfältige Diagnostik. Sie klärt, ob eine ADHS vorliegt und welche anderen Ursachen oder Begleiterkrankungen eine Rolle spielen.
- Ausführliche Gespräche zu Ihrer aktuellen Situation und Ihrer Entwicklung seit der Kindheit
- Standardisierte Fragebögen und Interviews
- Wenn möglich: Zeugnisse aus der Schulzeit oder Einschätzungen von Angehörigen
In der verhaltenstherapeutischen Behandlung geht es darum, Ihren Alltag besser zu strukturieren, mit Impulsivität und Gefühlsschwankungen umzugehen und belastende Muster zu verändern. Eine medikamentöse Behandlung kann zusätzlich hilfreich sein; sie erfolgt über eine fachärztliche Praxis, mit der ich mich auf Ihren Wunsch abstimme.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Ja. Für die Diagnose ist wichtig, dass die Schwierigkeiten bereits in der Kindheit bestanden haben, auch wenn sie damals nicht erkannt wurden. Deshalb spielen Erinnerungen, Zeugnisse oder Berichte von Angehörigen eine wichtige Rolle.
Nein. Als Privatpraxis können Sie sich direkt bei mir melden. Für die Erstattung durch Ihre Versicherung kann je nach Tarif vor Beginn der Behandlung ein ärztlicher Konsiliarbericht nötig sein.
Nein. Als Psychologische Psychotherapeutin verordne ich keine Medikamente. Wenn eine medikamentöse Behandlung sinnvoll erscheint, empfehle ich Ihnen eine fachärztliche Abklärung.
Die Kosten für eine Diagnostik berechnen sich aus dem Umfang und der Komplexität der Fragestellung und liegen in der Regel zwischen 550 € und 850 €. Bei komplexeren Fragestellungen, aufwändiger Differentialdiagnostik oder kombinierter ADHS- und ASS-Diagnostik liegen die Kosten entsprechend höher. Eine Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für PsychotherapeutInnen (GOP).
Private Krankenversicherungen und Beihilfe übernehmen sowohl Diagnostik als auch Psychotherapie in der Regel ganz oder teilweise. Bitte klären Sie die Bedingungen vorab mit Ihrer Versicherung. Mehr dazu unter Ablauf und Kosten.
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